Forschungszulage

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Die Deutsche Bundesregierung beschloss am 8. November 2019 in Anlehnung an das österreichische Modell eine spezifische Forschungszulage für Unternehmen. Im Gesetz von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ist beschrieben, wie Unternehmen in Zukunft in den Genuss der steuerlichen Förderung kommen sollen.

Grundsätzlich können alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe die Förderung bekommen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte zusätzlich vorgeschlagen, die Maßnahme auf Firmen mit maximal 3000 Mitarbeitern zu begrenzen.

Diese Schwelle findet sich in Scholz Gesetzentwurf aber nicht. Zudem hat der Finanzminister die Förderung als Zulage konzipiert. Das bedeutet: Firmen verringern dadurch nicht ihre Steuerschuld, sondern sie bekommen die Unterstützung ausgezahlt.

Gefördert werden sowohl einzelne Unternehmen wie auch Kooperationsvorhaben. Auch für die Zusammenarbeit eines Unternehmens mit einer wissenschaftlichen Einrichtung kann es Geld geben. Genauso für Firmen, die im Auftrag eines anderen Unternehmens forschen.

Um Geld zu erhalten, muss ein Unternehmen einen Antrag stellen und elektronisch an das zuständige Finanzamt senden. In dem Papier muss das Projekt genau skizziert werden. Förderfähig sind laut Gesetzentwurf Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die einer oder mehreren Kategorien aus „Grundlagenforschung, industrieller Forschung oder experimenteller Entwicklung“ zuzuordnen sind. Der Antrag muss nach Ablauf des Wirtschaftsjahres gestellt werden, in dem die förderfähigen Aufwendungen angefallen sind, was sehr ähnlich der Regelung der in Österreich bereits 2012 eingeführten Forschungsprämie ist.

Was bieten wir an:

  • Erarbeitung der inhaltlichen Einreichung der Forschungszulage. Dabei kommt es besonders auf die richtige Formulierung an, um die Forschungszulage zu erhalten.
  • Beratung zur Formulierung von Projekten und Schwerpunkten
  • Einreichung der Forschungszulage in Zusammenarbeit mit SteuerberaterInnen

Als Unternehmensberater unterstützen wir Unternehmen und Steuerberater bei der Erstellung der technischen Einreichung der Forschungszulage. Schon im Vorfeld ist wichtig, die Forschungszulage im Unternehmen vorzubereiten, CFOs und Forschungsleiter bzw. CTO auf diese neue Förderungsmöglichkeit aufmerksam zu machen. Wir sind eine Gruppe von Beratern, die über viele Jahren Erfahrung mit der sehr ähnlichen Forschungsprämie in Österreich verfügen.

Forschungszulage: Was kann gefördert werden?

  • Löhne und Gehälter für in Forschung und experimenteller Entwicklung Beschäftigte, voraussichtlich auch Honorare aus entsprechenden Arbeits-Werkverträgen

Basis für die Forschungszulage wird das Forschungszulagen-Gesetz. Ergänzend wird auch das Frascati-Manual (2015)das OECD-Handbuch für Forschungsstatistiken zur Begriffsabgrenzung herangezogen. Darunter fallen:

  • Neuentwicklungen wie Prototypen oder Pilotanlagen
  • Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten
  • Neu- und Weiterentwicklungen von Verfahren und Services
  • Experimentelle Entwicklung
  • Auch fehlgeschlagene Forschung und Entwicklung

Die Forschungstätigkeit im Rahmen der Forschungsprämie kann im eigenen Betrieb oder als Auftrag an ein anderes Unternehmen durchgeführt werden. Je nachdem sind die Förderkriterien unterschiedlich bemessen:

  • Eigenbetriebliche Forschung: wird in einem inländischen Betrieb mit eigenem Personal durchgeführt. Die Forschungsprämie beträgt 25% der Aufwendungen für Forschung und experimentelle Entwicklung.

Wer kann die Forschungszulage in Anspruch nehmen?

Die Forschungszulage kann rückwirkend für das vergangene Geschäftsjahr beantragt werden von:
– steuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland
– unabhängig von der Branche des Unternehmens

Wie wird die Forschungszulage beantragt?

Zur Geltendmachung der Forschungszulage muss ein Unternehmen nach Ablauf eines Wirtschaftsjahres einen elektronischen Antrag stellen. Der Antrag wird in der Regel voraussichtlich gemeinsam mit der Steuererklärung für ein abgelaufenes Wirtschaftsjahr eingereicht..

Welche Art von Projekten kann gefördert werden:

– Produzierende Unternehmen, die neue Produkte entwickeln
– Forschung im Bereich Digitalisierung, neue Lösungen in Künstlicher Intelligenz, Blockchain, Robotik
– Neue Entwicklungen im Bereich Maschinenbau, Elektronik, Automotive
–Projekte, die eine technologische Entwicklung beinhalten

Kontakt:

Robert Schwertner e.U.

Unternehmensberater für Innovationsmanagement

Spezialgebiet Forschungszulage

Anfragen an: robert(@)schwertner.com

Telefon: +43 680 1158681